Städtisches Personal – es muss endlich gehandelt werden

Aus aktuellem Anlass fordert der SPD – Ortsverein Wilhelmshaven West wiederholt, dass die Verantwortlichen der Stadt Wilhelmshaven sich endlich um die personellen Probleme in der Stadtverwaltung und in den städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben kümmern. Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz Föhlinger: „Seit Jahren sollte ein detailliertes Personalentwicklungskonzept erarbeitet werden, um die angespannte Personalsituation in den Griff zu bekommen. 2013 wurde zwecks Umsetzung dieses Konzeptes extra ein hoch dotierter Referatsleiter für Personal und Organisation eingestellt. Passiert ist seitdem leider nichts. Umso mehr ist den Beschäftigten zu danken, die in dieser angespannten Situation ihr Bestes geben!“

Innerhalb dieser städtischen Einrichtungen gibt es eine Reihe von unbesetzten Stellen, viele Überstunden und einen Bedarf an zusätzlichen Stellen. Zudem dauert es in Teilbereichen zu lange, bis Stellen neu besetzt werden. Das gilt etwa für das Bauordnungsamt, das Sozialamt, den Pflegebereich, die Feuerwehr oder aber für den städtischen Eigenbetrieb ‚Grundstücke und Gebäude der Stadt Wilhelmshaven‘ (GGS). Die Folgen für die Beschäftigten sind ungesunde Überbelastungen, welche das Problem weiter verschärfen. Diese Tatsachen sind auch nicht durch wohlfeile Presseerklärungen seitens der Verwaltung, wie etwa im Falle der GGS geschehen, zu relativieren.

Um Änderungen im Sinne der Beschäftigten der Stadtverwaltung Wilhelmshavens und den zur Stadt gehörenden Gesellschaften und Eigenbetrieben herbeizuführen, ist eine strategische, nachhaltige und proaktive Personalpolitik wichtiger denn je. Das bloße Ausschreiben von offenen Stellen reicht hier nicht mehr aus! Es bedarf eines umfassenden Personalentwicklungskonzeptes, mit dessen Hilfe zunächst der Personalbedarf zu ermitteln ist. Basierend hierauf sind die notwendigen Arbeitsplatz- und Dienstpostenbewertungen festzulegen. Anschließend ist in dem Personalentwicklungskonzept darzustellen, wie das vorhandene Personal adäquat beschäftigt und weiterqualifiziert werden kann, sodass dieses in die Lage versetzt wird, den bestehenden Arbeitsanfall auch zukünftig erledigen zu können. Dabei ist zu berücksichtigen und aufzuzeigen, dass sich die Arbeitswelt, etwa durch die Digitalisierung, derzeit rasant verändert. Auch in der städtischen Verwaltung, den Eigenbetrieben und Gesellschaften steht dieser Transformationsprozess noch bevor und muss in die Überlegungen einbezogen werden. Daneben muss das Personalentwicklungskonzept auch aufzeigen, wie vorhandene Personallücken in der heutigen Arbeitswelt sachgerecht geschlossen werden können – hier muss die Stadt neue, innovative Wege gehen. Nur so können Stellenbesetzungsvorhaben erfolgreich umgesetzt, Vakanzen sowie Überstunden abgebaut und zusätzliches Personal akquiriert werden. Das hilft auch der Stadt Wilhelmshaven und ihrer Verwaltung insgesamt.

SPD – Ratsmitglied Detlef Schön: „In den Prozess der Erarbeitung eines Personalentwicklungskonzeptes sind alle einzubinden: Es müssen die Personalräte aller städtischen Fachbereiche und Gesellschaften mit den Personalverantwortlichen der Stadt Wilhelmshaven zusammenkommen, um die mangelhafte Personalsituation zu benennen und um Lösungen für alle mittels dieses Konzeptes zu finden. Singuläre Lösungsversuche in ausgewählten, bevorzugten Fachbereichen bringen die städtische Verwaltung nicht weiter.“ Dabei ist zu beachten, dass gehaltliche Komponenten alleine nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Beschäftigten und zur Behebung personeller Vakanzen führen, sondern dass dazu immer auch ein gutes Arbeitsumfeld in einer lebenswerten Stadt gehören.

 

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