Beeindruckend: „Unterwelt“ des Nautimo

Zu einer Mitgliederversammlung ‚vor Ort‘ traf sich der SPD – Ortsverein Wilhelmshaven West im Erlebnisbad Nautimo. Der Betriebsleiter des Nautimo, ein Betriebsteil der Stadtwerke Wilhelmshaven GmbH, Herr Thomas Hilker und der Technische Leiter des Nautimo, Herr Stefan Hopf, zeigten den Ortsvereinsmitgliedern während eines hochinteressanten rund 45minütigen Rundganges das Bad im Herzen des Wilhelmshavener Stadtgebietes.

Mitglieder des SPD – OV Wilhelmshaven West vor dem  ‚Nautimo‘ mit Herrn Hopf (2. v. re.) und Herrn Hilker (3. v. re.)

Diese zentrale Lage und die optimale Busanbindung seien mitverantwortlich für die steigenden Besucherzahlen im Nautimo in den letzten zehn Jahren, so Betriebsleiter Hilker. Ein umfangreiches Gesamtangebot sorge zudem für eine hohe Attraktivität. Dazu gehörten 7 Becken mit rund 1.000 m² Wasserfläche, ein Sportbecken, 2 Riesenrutschen und eine Kletterwand, ein Textil-Dampfbad, eine Saunalandschaft mit 7 Saunen, ein Spa-Bereich sowie eine gehobene Gastronomie. Im Außenbereich gebe es genügend Freiflächen und einen großzügig angelegten Terrassenbereich.

Besonders beeindruckt zeigte sich die SPD – Besuchergruppe von den technischen Einrichtungen in der „Unterwelt“ des Nautimo und den Erklärungen des Technischen Leiters Hopf. Im Kellerbereich des Bades befindet sich eine große raumlufttechnische Anlage mit einer Luftdurchsetzung von 60.000 m³ / Stunde, welche sich auf zwei Teilanlagen gleichermaßen verteilt. Beide Teilanlagen arbeiten mit einem Kreuzwärmetauscher, der in der Lage ist, der Abluft Energie zu entziehen, um sie der deutlich kälteren Zuluft wieder zuzuführen. Dadurch wird eine Rückgewinnung von 69,8 Prozent der benötigten Energie realisiert. Die Wärmeerzeugung im Nautimo erfolgt durch ein Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 140 kWh sowie einem Brennwertkessel mit einer Leistung von 970 kWh. Beeindruckend war auch die Wasseraufbereitung: von der Wassermenge aller Schwimmbecken mit einem Volumen von 1.722 m³ werden stündlich 715 m³ durch die großen Aufbereitungsanlagen gesäubert. Dabei wird das für die Reinigung der Filter benötigte Rückspülwasser zu zwei Drittel aufbereitet wieder dem Kreislauf des Beckenwassers zugeführt. Das zur Desinfektion benötigte Chlor wird über eine Chloranlage auf Granulatbasis dem Wasser beigemengt und ist damit weit weniger gesundheitsschädlich als zu früheren Zeiten.

Einmal im Jahr werden diese technischen Anlagen, aber auch das Bad insgesamt, einer Revision unterzogen. Dazu gehöre das Warten der technischen Anlagen und das Putzen, Reparieren und Bauen in den Bereichen, die von den Besuchern benutzt werden. Die gesamte Anlage werde dann auf Funktion und Sicherheit überprüft. Sukzessive habe man dabei in den letzten Jahren die Beleuchtung auf LED – Leuchttechnik umge-stellt und viel somit viel an Energiekosten eingespart.

In der sich anschließenden Diskussion brachten die anwesenden Mitglieder des SPD – Ortsvereines Wilhelmshaven West ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass es einen Investor gibt, der das Freibad Nord erhalten möchte. Somit seien die 6.000 durch den Bürgerverein Fedderwardergroden gesammelten Unterschriften für den Erhalt des Freibades Nord nicht umsonst gewesen. Mit dem privaten Engagement des Investors bleibe dieses Bad den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtnorden mindestens weitere zehn Jahre erhalten. Das Freibad Nord ergänze in hervorragender Weise das kommunale Freizeitangebot, was insbesondere die Frühschwimmer freuen werde. Zuversichtlich sei man, dass die Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtnorden das Freibad Nord zukünftig stark frequentieren.

 

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