Keine fragwürdigen Hotelprojekte am Südstrand

Der SPD – Ortsverein Wilhelmshaven West spricht sich gegen Pläne der Wilhelmshavener Stadtverwaltung aus, dem Ausschuss Planen und Bauen bereits am nächsten Dienstag Beschlussvorlagen zur Abstimmung vorzulegen, mit denen ganz offensichtlich ein höchst fragwürdiges Hotelprojekt mit bis zu 18 Stockwerken übers Knie gebrochen werden soll. Mit einer Änderung des bestehenden Flächennutzungsplanes und des bestehenden Bebauungsplanes für den Bereich südlich des Großen Hafens und westlich der Kaiser -Wilhelm-Brücke ist angedacht, maßgeschneidert ein Hotelprojekt zu ermöglichen, welches „ beordnete Parkmöglichkeiten, Fitness, Spa, einen medizinischen Bereich und Ferienwohnungen“ in sich vereinigt. Des Weiteren beabsichtigt die Verwaltung noch die Straße am Südstrand an den Fliegerdeich zu verlegen.

Dieser Aktionismus der städtischen Verwaltung ist für den SPD – Ortsverein Wilhelmshaven West unverständlich, da derzeit ein Tourismus- und ein Hotelkonzept erarbeitet wird. Zudem gibt es Bestrebungen, beide Konzepte für den Bereich des Südstrandes mit einem Verkehrsgutachten zu ergänzen. Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz Föhlinger: „Erst wenn diese Konzepte vorliegen, kann im Rahmen einer Gesamtstrategie für den Südstrand entschieden werden, welche Projekte in diesem Bereich realisiert werden können. Zumal eine zweite An- und Abfahrt fehlen. Stets sollte der Rat primär das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Auge haben“. Diesen erforderlichen und notwendigen Vorüberlegungen haben sich auch mögliche Investoren zu beugen, bzw. könnten hier mitwirken. SPD – Ratsmitglied Detlef Schön ergänzt: „Solange die beauftragten Konzepte für den Tourismus- und Hotelbereich nicht vorliegen, macht eine voreilige Beschlussvorlage im Ausschuss Planen und Bauen und im Rat der Stadt Wilhelmshaven wenig Sinn. Ich möchte erst die Sachlage kennen und dann entscheiden.“

Sollten das Tourismus- und das Hotelkonzept zu dem Ergebnis kommen, dass ein Hotel im Bereich südlich des Großen Hafens und westlich der Kaiser -Wilhelm-Brücke sinnvoll ist, muss dieses Ergebnis mit allen wichtigen Akteuren dieser Stadt diskutiert und bewertet werden: mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit den Ratsvertretern in den entsprechenden städtischen Gremien und den Vertretern der verschiedenen Interessengruppen. Erst dann ist die Zeit gekommen, den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan zu ändern. Dabei ist der Bebauungsplan seitens der Verwaltung aber nicht so einzuengen, dass nur ganz bestimmte Investoren tätig werden können. Man sollte über eine Ausschreibung des betroffenen Grundstückes offen sein für vielfältigste Ideen aus der Hotellerie. Ideen, die zum Südstrand passen und über einen Architektenwettbewerb realisiert werden.

 

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