Handlungskonzept ‚Step Plus‘ und Banter See

Auf einer gut besuchten Mitgliederversammlung des SPD – Ortsvereines Wilhelmshaven West konnte der Ortsvereinsvorsitzende Karlheinz Föhlinger als Referenten den städtischen Abteilungsleiter Stadterneuerung, Hennig Winde, begrüßen. Herr Winde sprach zum Handlungskonzept des Stadtentwicklungsplanes Step Plus.

Step Plus als Akronym für „Stadtentwicklungsplan Plus“, so Hennig Winde, sei ein Konzept für die Stadt Wilhelmshaven, in dem für die langfristige Entwicklung der Stadt wesentliche Ziele und Schwerpunkte gesetzt werden. Er sei fachübergreifend und solle als strategischer Orientierungsrahmen für die weitere kommunale Entwicklung dienen. Zudem diene Step Plus als Vorbereitung der Neuaufstellung eines Flächennutzungsplanes für Wilhelmshaven. Dieses gesamtstädtische Planwerk sei ein Prozess, ein kontinuierlicher Dialog der Akteure. Es gelte: der Weg sei auch das Ziel. Step Plus als Konzept werde dem Rat am 24. September 2014 als Handlungskonzept zur Beschlussfassung vorgelegt.

Der jetzt vorliegende Entwurf des Handlungskonzeptes Step Plus gliedere sich in diverse Module. Das Basismodul ‚Entwicklungsziele und Leitbild‘ beschreibe dabei, so Abteilungsleiter Winde, wo sich die Stadt Wilhelmshaven im Jahre 2030 wiederfinden könnte: Wilhelmshaven solle eine nahmobile und kompakte und familiengerechte Stadt sein, eine hohe Wohn- und Lebensqualität bieten und als innovativer Wirtschaftsstandort mit aktiven Stadtteilzentren fungieren. Aus diesen Zielen leite sich das Konzept ‚Handlungsfelder‘ ab: es gelte, attraktive Wohngebiete zu schaffen, die Siedlungsentwicklung tragfähiger zu gestalten und die städtische Mobilität sowie die Zentrenstrukturen zu stärken. Handlungsbedarf gebe es zudem bei der Verbesserung des Stadtbildes und des Tourismus und der Profilierung als Industrie- und Gewerbestandort. Das alles müsse im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern geschehen. Die detaillierte Analyse münde schließlich im Modul ‚Leit- und Impulsprojekte‘. Sie hätten eine hohe Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt. Der Realisierung werde ein größerer und materieller Aufwand zugesprochen. Leitprojekte seien: die Südseite Wilhelmshavens, die City, der Voslapper Groden, die Grünstrukturen der Stadt, die Wohnqualitäten und das städtische Flächenmanagement. Die Handlungsansätze der Leitprojekte fänden sich schließlich in den gesamt- und teilräumlichen Handlungskonzepten wieder.

Für den SPD – Ortsverein Wilhelmshaven West ist dabei das teilräumliche Handlungskonzept für den Westteil Wilhelmshavens von großer Bedeutung. Step Plus sehe vor, die Wohnquartiere der Weststadt zukunftsfest zu gestalten. Das solle unter anderem, so Hennig Winde, durch das Anbieten von Wohn-, Umbau-, Energie- und Förderberatung geschehen. Aber auch die Einrichtung eines Qualitätsfonds für Quartiersentwicklungsprojekte, die Realisierung der Wohnumfeldpflege auch über Patenschaften, der Prüfung der Lärmbelästigung und der Schaffung von seniorengerechten Wohnformen in integrierter Lage dienten diesem Ziel. Zudem müsse das ÖPNV-Angebot im Maadebogen und in Schaar bedarfsgerecht angepasst werden, um die Erreichbarkeit von Infrastrukturmaßnahmen zu sichern. Relativ zeitnah könne, so Winde,  laut Step Plus – Studie die Aufenthaltsqualität in den Wohnquartieren der Weststadt erhöht werden. So sei eine Vernetzung mit den Grünflächen in Richtung Rüstringer Stadtpark und eine Anbindung an die städtische Kulturlandschaft sinnvoll. Auch bedürfe es einer Aufwertung des Gemeinschaftsplatzes im Wiesenhof. Mit großer Freude nahmen die anwesenden SPD – Mitglieder zur Kenntnis, dass die von Step Plus geforderte Einbindung des Naturraumes Maade in ein System von ‚Grünen Netzen‘ und die Gründung einer Begegnungsstätte West bereits realisiert wurden. Aufgrund des jahrelangen, konsequenten Einsatzes des SPD – Ortsvereines Wilhelmshaven West konnte zum einen der Rad- und Wanderweg entlang der Maade zwischen der Schaarreihe und dem Nansenweg am 9. Mai 2014 eröffnet werden, zum anderen übergab die Stadt Wilhelmshaven die Bürgerbegegnungsstätte West am 13. Juni 2014 den Bürgerinnen und Bürgern.

Den Ausführungen des Referenten schloss sich eine engagierte Diskussion an. Viele Mitglieder beklagten, dass es immer weniger fachbezogenen Einzelhandel in der Innenstadt, dafür aber vermehrt Handels- und Franchiseketten gebe. Wünschenswert wäre zudem die Einbindung der Gewerbetreibenden in die Finanzierung eines einzusetzenden Citymanagers. Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder von der angedachten Beplanung des Banter Sees. Insbesondere der Leitgedanke der Zugänglichkeit zum Banter See für alle Bürger der Stadt und ihre Besucher überzeugte. Damit wird endlich die jahrzehntelange SPD – Forderung „Der Banter See soll Freizeit – Paradies für alle Wilhelmshavener werden“ umgesetzt.

 

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